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Carracci, Lodovico - Kunstlexikon C

Carracci, Lodovico (M), Onkel der beiden Vorigen, geb. 1555 Bologna, gest. 1619 ebda. Bildete sich in Venedig, besonders nach Tintoretto und wurde später der Hauptanreger der Scuola degli Incamminati. Seine besten Werke befinden sich in Bologna, die Fresken in San Mlchele in bosco sind sehr verdorben. Hauptverzeichnis: Kunstlexikon, alphabetisch C.

Lit. über die drei Carracci: W. Suida (Genua 1906), über Lodovico C: Foratti (Cittä dd Castello 1913, ital.) u. H. Bod-mer (Magdeburg 1939).
Carree. Michiel (M), geb. 1657 Den Haag, gest. 1727 Alkmar. Tätig als Hofmaler in Berlin, mit Ruinen und Tieren staffierte Landschaften.
Carreno, Juan de Miranda (M), geb. 1614 Aviles, gest. 1685 Madrid. Gebildet unter dem Einfluß des Rubens, des Van Dycks und des Velasquez, dessen Nachfolger als Hofmaler er wurde. Seine große Bedeutung liegt in den ausgezeichneten Bildnissen, in denen er oft die Qualitäten des Velasquez erreicht. Spanisches Hochbarock.

Carriera, Rosalba (M), geb. 1675 Venedig, gest. 1757 ebda. Malte ihre einst vielgelobten Pastellbildnisse an den Höfen von Modena, Paris und Wien; sie starb blind und geistig umnachtet. Ihre Pastellporträts sind wohl oberflächlich und ohne tiefere Charakterisierung, doch technisch und koloristisch sehr wirksam.

Monogr. v. E. Hörschelmann (Leipzig 1908).
Carriere, Eugene (M), geb. 1849 Gournay sur Marne, gest. 1906 Paris. Figuralist und Porträtist, malte in einem sehr starken Helldunkel, aus dem die Formen schattengleich erstehen, sehr verinnerlichte Kunst. Schuf auch dekorative Gemälde in der Sorbonne und im Hotel de ville (Paris).

Monogr. v. G. Geffroy (1903, franz.).
Carstens, Asmus Jakob (M), geb. 1754 bei Schleswig, gest. 1798
Rom. Im Wesentlichen Autodidakt, gebildet durch die Antike und Raffael. Durch volle Zuwendung an die Antike und Abkehr vom Naturstudium hoffte C. eine Reinigung und ethische Höherstellung der Kunst zu erzielen und ließ sich thematisch dazu in erster Linie von der Dichtung anregen. Seine sehr edlen, Hohes wollenden und dieses doch nur teilweise erreichenden Aquarelle und besonders Zeichnungen wurden bei allen Mängeln wichtig für die weitere Entwicklung der deutschen Kunst. Die besten dieser Arbeiten in Weimar und Berlin (Nat.-Gal.).

Monogr. v. K. L. Fernow (1867) und A. Kamphausen (Neumünster 1941).
Cartapesta (PI), auch Papiermache, gepreßte, jedoch modellierfähige Masse aus im Wasser aufgelösten Papierhadern mit Gips, Kreide und Leim. In der italienischen Renaissance gerne für Reliefs verwendet.
Carta rigata (Kg), quadriertes Papier für die Eintragung der Werkzeichnung für Webereien und Stickereien. Die Verwendung der C. ist eine Voraussetzung für eine reibungslose Durchführung der Arbeit am Webstuhl.

Carus, Karl August (M u. Arzt), geb. 1789 Leipzig, gest. 1869 Dresden. Im Hauptberuf Mediziner, als autodidaktischer, hoch begabter Maler angeregt durch D. K. Friedrich, dessen Förderer er wurde. Malte Landschaften, die zu den besten Werken der deutschen Romantik zählen und schrieb die programmatisch-wichtigen ..Neun Briefe über Landschaftsmalerei” und „Zwölf Briefe über das Erdleben”. Monogr. v. G. Grashoff-Heins (1926) und H. Kern (Berlin 1943).

Casanova, Francesco (M), geb. 1727 London, gest. 1802 Hinter-brühl. Bruder des Abenteurers Jacopo C, beeinflußt von den Schlachtenmalern Parrocel und Bourguignon, malte romantisch beleuchtete Landschaften und Schlachten. Arbeitete in Florenz, Castrum doloris
Paris, Dresden (1752 bis 1151) und ab 1783 in Wien. Spätbarock.

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Artikel erstellt am Friday, September 18th, 2009 Kategorie Allgemeines, Kultur, Kunstlexikon. RSS Feed RSS 2.0 feed. Eintrag erweitern or Trackback von Ihrer Webseite.