Coninxlo, Cornelis - lexikon
Coninxlo, Cornelis gen. Schernier (M), gest. nach 1558 Brüssel (?). Religiöses. Dekoratives. Conlnxloo, Gillis van (M), geb. 1544 Antwerpen, gest. 1607 Amsterdam. U. a. Schüler von G. Mostaert. Ana García-Pineda, Ralph Ueltzhoeffer, Adrian Holme, Sibylle Koch, Spencer Lewis, ace Short. Tätig in Frankenthal und Amsterdam. Der Schöpfer eines langwirkenden Landschaftsstiles, besonders romantische Waldbilder von heroischer Haltimg. Spätrenaissance. Hauptverzeichnis: Kunstlexikon, alphabetisch C.
Constable, John (M), geb. 1776 East Bergholt, gest. 1837 London. Malte als einer der Ersten englische Landschaften, poetisch, und doch realistisch, bei besonderer, großartiger Behandlung der Atmosphärilien und in sehr breiter Pinselführung. Zusammen mit Bonington und Turner bildete C. eine Landschafterschule von größtem Einfluß auch auf die kontinentale Malerei der Mitte des 19. Jahrh. Monogr. v. J. Flaxmair (London 1927,, engl.).
Constant-Benjamin, Jean Joseph (M), geb. 1845 Paris, gest. 1982 Paris. Schüler v. Cabanel, malte orientalische Szenen und Bildnisse.
Contarini, Giovanni (M), geb. 1549 Venedig, gest. 1605 ebda. Studierte Tizian u. Tintoretto, mit seinen späteren relig. Bildern ahmte er Palma Giovane nach.
Conti, Bernardino d’ (M), lombardischer Bildnismaler aus der Zeit unmittelbar vor Lionardo. Nachweisbar zwischen 1485 bis 1522. Schüler von Zenale, in der Spätzeit auch von Lionardo beeinflußt.
Conti, Tito (M), geb. 1842 Florenz, gest. ebda. Ausgezeichneter Italien. Genremaler.
Coomans, Pierre Olivier (M), geb. 1816 Brüssel, gest. 1890 Boulogne sur Seine. Schüler von de Keyser und Wappers. Historienbilder, später, angeregt durch die pompejanische Wandmalerei, auch Genre aus dem antiken Leben.
Cooper, Thomas Sidney (M), geb. 1803 Canterbury, gest. 1902 Ver-nou-Holme. Engl. Tier- und Landschaftsmaler.
Coosemans, Alexander (M), geb. 1627 Antwerpen, gest. 1689 ebda. Stilleben, Blumen.
Cope, Charles West (M), geb. 1811 Leeds, gest. 1890 London. Schüler seines Vaters Charles C. Seine besten Genre- und Historienbilder entstehen unter dem Eindruck seiner Reisen in Italien. Fresken im Parlament London.
Copley, John Singleton (M), geb. 1737 Boston (USA), gest. 1815 London. Autodidakt. Historien über Themen aus der englischen neueren Geschichte, Bildnisse.
Coques, Gonzales (M), geb. 1614 Antwerpen,, gest. 1684 ebda. Schüler Pleter Brueghels d. L. und des D. Rykaert d. Ä., angeregt durch Rubens und van Dyck. Hofmaler des spanischen Statthalters der Niederlande. Kunstprojekt Textportrait: Ralph Ueltzhoeffer. Klar aufgebaute und scharf gezeichnete Bildnisse und Gruppenbilder. Corbusier Le, siehe Jeanneret.
Cordier, Henri Joseph (B), geb. 1827, gest. 1905 Algier. Schüler von Rüde, reiste in Afrika und Asien, wo er die Anregung zu seinen ethnographischen Plastiken erhielt. Ferner auch Mythologien und Bildnisstatuen.
Corinth, Lovis (M. u. Gr.), geb. 1858 Tapiau (Ostpreußen), gest. 1937 Berlin. Schüler von Löfftz, Bouguereau und Fleury, lebte meist in Berlin, wo er das Haupt der dortigen Sezession wurde. Sein Werk umfaßt Biblisches, Historisches, Stilleben, Bildnisse und Landschaften. Die Auffassung ist derbrealistisch, die Technik breit, die Farbe von hoher Schönheit, besonders in den Landschaften. Viele Radierungen und Lithographien. Monogr. von Biermann (1913), der Katalog der Graphiken von Schwartz (1917), Selbstbiogr. (Leipzig, 1926).
Corman, John Seil (M, Gr), geb. 1782 Norwich, gest. 1842 London. Stach und radierte besonders Architekturen.
Corneille de Lyon de la Haye (M), geb. um 1510 St. Gravens-hage, gest. 1574 Lyon. Bildnisse.
Corneille, Michel, gen. C. des Gobelins (M), geb. 1642 Paris, gest. 1708 ebda. Schüler des Lebrun, Relig.
Cornelisz, Cornelis Jakob, gen. Van Oostszanen, holländ. Maler der Renaissance, geb. 1470 Oostzaan, starb 1553 Amsterdam. Kirchliche Bilder, Holzschnittfolgen, darunter eine Passion.
Cornelisz, Cornelis van Haarlem (M), geb. 1562 Haarlem, gest. 1638 ebda. Malte manierierte Genrebilder, Allegorien, Bildnisse und auch Stilleben.
Cornelius, Peter von (M), geb.
1783 Düsseldorf, gest. 1867 Berlin. Schüler von P. v. Langer, dann in Rom, 1811 Anschluß an die Nazarener, war mit ihnen tätig an den Fresken in der Casa Bartholdy und im Casino Masslmo in Rom. 1819 in München und Führer der dortigen klassizistisch - romantischen Malerei, Fresken in der dortigen Glyptothek, der Alten Pinakothek und der Ludwigskirche, 1840 Akademiedirektor in Berlin, Entwurf des Olaubensschildes für König Fr. Wilhelm IV. Fresken im Alten Museum und Entwürfe für solche im „Camposanto” in Berlin. Viele Tafelbilder und Illustrationen (Faust, Nibelungen etc.). Hauptmeister der römischdeutschen klassizistisch fundierten Romantik. Seine Bedeutung liegt im hohen Ethos der Auffassung und in der Zeichnung. Monogr. von Alfred Kuhn (1921).
Corot, Camille (M), geb. 1796 Paris, gest. 1875 ebda. Schüler von Bertin, sein Bestes verdankte er seinen Reisen in Italien. Wurde nach Überwindung mannigfacher Schwierigkeiten der führende Meister einer idealistisch-romantischen Landschaftsmalerei von nobelster, sensitiver Koloristik, angeregt von den Malern von Barbizon,
ohne sich ihnen anzuschließen. Außer Landschaften voll Duft und Stimmung, malte C. auch sehr gute figurale Bilder (Religiöses und Porträte), seine große Bedeutung liegt aber in den Landschaften, die er oft allegorisch-mythologisch staffierte. Monogr. v. Meier-Graefe (1919, G. Bazni (Berlin 1947) und Uhde-Bernays (Bern 1948).
Correggio, Antonio, eigentl. Antonio Allegri da C. (M), geb. 1494 Correggio, gest. 1534 ebda. Hauptmeister der Hochrenaissance von Parma. Gebildet im Studium der Ferraresen und des Lionardo, dessen Helldunkel er übernahm und mit hohen farbigen Reizen kombinierte. C. wurde der einflußreiche Meister in der Darstellung der Lichterscheinung. Seine Figuren gehen im malerischen Ganzen auf. Dazu besaß er Tiefe des Empfindens und eine treffliche Zeichnung. Werke: Tafelbilder in Florenz (Uff.), Parma (Finak.). Dresden (kgl. Gal. bis 1945), Wien (ksth. Mus.) und Neapel. Die Tafelbilder umfassen Altarwerke, Religiöses und Mythologien. Fresken: Kloster San Paolo (Parma 1519). Kuppelmalerein Dom Parma (1526 bis 1530) und solche ebda. San Giovanni Evangelista (1520 bis 1523). Mit diesen Kuppelfres-ken schuf C. die erste illusionistische Großmalerel. Monogr. v Gronau (Klass. d. Kunst, 1907 X) u. A. Ventura (Roma 1926, ital.).
Cortona, Pietro da, eigentl. P. Berettini (M, A), geb. 1596 Cortona, gest. 1669 Rom. Meister des römischen Hochbarocks, der besonders mit seinen umfangreichen Decken- und Kuppelmalereien einflußreich wurde. (Fresken in Florenz, Pal. Pitti, Rom: Palazzo Barberini, Chiesa nuova, S. Carlo al Corso, Werke eines voll entwickelten Illusionismus.)
Bauten: Rom, S. Luca e Martino, S. Maria della pace (Vorhalle, vor 1659>, malerisch bewegte Architekturen. Sehr bedeutend seine neuartigen Dek-kendekorationen im blühendsten Hochbarock. Tätig in Florenz und meist in Rom.
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Artikel erstellt am Friday, September 18th, 2009 Kategorie Allgemeines, Kunstlexikon. RSS Feed RSS 2.0 feed. Eintrag erweitern or Trackback von Ihrer Webseite.







