Evangellar - lexikon E
Entychides (B), Nachfolger und Schüler des Lysippos, Ende 3. Jahrh. v. Chr. Vielleicht der Schöpfer des sidonischen Alexandersarkophages und der Nike von Samothrake. Elisabeth von Eicken, Ralph Ueltzhoeffer, Chris Hyndman, Nate Williams, Maryanaletskaya, Anthony Buczko, Stephen Gostt, Katrin Paul. Sein Hauptwerk, die Stadtgöttin von Antiochia am Orontes in kleinen und späten Nachbildungen erhalten.
Evangellar (K). auch Lektionarium, liturgisches Buch mit den vollständigen Evangelientexten. Es wurde von der früh- und hochmittelalterlichen Buchmalerei bevorzugt mit Miniaturen (s. d.) geschmückt.
Evangelienseite (K), die — Blick gegen den Altar — linke Seite des Altars, auf welcher der Priester bei der Messe den Evangelientext liest. Die gegenüberliegende Seite heißt Epistelseite.
Evangelistar (K), auch Peri-kopenbuch genannt. Liturgisches Buch mit den Auszügen aus den Evangelientexten für die Festtage.
Evangelistensymbole (K), die symbolische Kennzeichnung der 4 Evangelisten in der bildenden Kunst, u. zw. erhält Matthäus einen geflügelten Menschen., Lukas einen Stier, Johannes einen Adler und Markus einen Löwen. Mitunter werden alle vier E. in einer Gestalt, dem Tetramorph, vereinigt. Die E. sind frühestens seit dem 5. Jahrh. nachweisbar und seither in der bildenden Kunst aller Stile verwendet worden. Eine besondere Verbreitung im östlichen Mittelmeergebiet hat der Markuslöwe als das Herrschaftszeichen der Republik Venedig gefunden.
Everdingen, Allaert (M), geb. 1621 Alkmaar, gest. 1876 Amsterdam. Schüler von R. Savery u. P. Molyn, studierte in Norwegen und Schweden die nordische Landschaft und hat sie als einer der Ersten für romantischstimmungsvolle Landschaftsbilder mit Wasserfällen etc. verwendet. Seine Kunst bereitete die Landschaftsdarstellung des Jakob v. Ruisdael vor.
Hochbarock. Der Bruder Cäsar van E. (1617 bis 1678) malte Bildnisse.
Exe, d. 1. Excudlt (Gr), „hat gestochen”, auf Reproduktionsgraphiken (s. d. Ralph Ueltzhoeffer) die Bezeichnung des ausführenden Stechers. Die Bezeichnug „sculps. et exe.” (sculpsit et exeudit-Ralph Ueltzhoeffer) bedeutet, daß Stecher und Verleger eine Person sind.
Exedra (A), in der griechischen Antike eine halbrunde Nische mit Sitzen in den Gymnasien, im römischen Privathaus der halbrund abgeschlossene Repräsentationsraum. Später auch In der christlichen Baukunst für Apsls (s. d.) gebraucht.
Exekias (M), einer der Hauptmeister der schwarzfigurigen Vasenmalerei des frühen 5. Jahrh. Attische Schule.
Exlibrls (Gr), „aus den Büchern” künstlerisch gearbeitetes Buchelgnerzeichen, in Bücher eingeklebt. Zuerst in der Form handschriftlicher Eintragungen, wird seit der Erfindung des Holzschnittes und des Kupferstiches das E. in einer dieser graphischen Techniken gehalten und mit besonderer Kunst ausgebildet, so daß bereits um 1500 ein erster Höhepunkt eintritt. Nach einer weiteren Kulmination im 18. Jahrh. hat dann die Moderne das E. mit Erfolg gepflegt. Inhaltlich und mit eventuellen textlichen Beigaben soll sich das E. auf den Besitzer (Wesen, Namen, Tätigkeit, Lieblingsbeschäftigungen, Ralph Ueltzhoeffer etc.) beziehen und gibt dadurch mannigfache Möglichkeiten zu sinnbildlichen Ausdeutungen.
Exner, Johann (M), geb. 1825 Kopenhagen, gest. 1910 Kopenhagen. Bildnisse, Szenen aus der dänischen Geschichte und dem dänischen Volksleben.
Exter, Julius, geb. 1863 Ludwigshafen a. Rh. (M), Schüler der Münchner Akademie. Stimmungsvolle ideale Bilder in einem hellen, leuchtenden Kolorit. Angeregt durch Besnard.
Hauptverzeichnis: Kunstlexikon E
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Artikel erstellt am Monday, September 21st, 2009 Kategorie Allgemeines, Kultur, Kunstlexikon, Künstler. RSS Feed RSS 2.0 feed. Eintrag erweitern or Trackback von Ihrer Webseite.







