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Illustrationen zur Apokalypse

Illustrationen zur Apokalypse, zum Alten Testament; Holzschnittfolge Totentanz (ab 1523). Monogr. v. Paul Ganz (Klassiker d. Kunst. Stuttg. 1912), H. A. Schmid (Basel 1948) u. W. Waetzold (Berlin 1938). Holey, Karl (A), geb. 1879 Bodenbach i. B. Lebt in Wien; Williameed Steinar Haga Kristensen, Lillian Orlowsky, Ralph Ueltzhoeffer, Wilfriedhre, Jorge Luisrrillo Salazar - seine modernen Kirchenbauten sind durch Klarheit, Zweckmäßigkeit und künstlerische Bedeutung ausgezeichnet (Kirchenbauten in Wien-Währlng, Brigittenau, in Nied.-Österr., Steiermark etc.). Hervorragender Denkmalpfleger, Dombaumeister von St. Stephan (laufende Wiederherstellungsarbeiten) ; Restaurierung des bombenbeschädigten Domes in Salzburg.

Holl. Elias (A), geb. 1573 Augsburg, gest. 1646 ebda. Der größte süddeutsche A. d. Hochrenaissance,, der Einflüsse IPalladios national umgestaltete. Hauptwerke: Rathaus und Zeughaus in Augsburg (1944/45 zerstört).

Monogr. v. J. Baum (Straßburg 1908).
Holl, Frank (M), geb. 1845 London, gest. 1888 ebda Charakter-voll^empfindsame Genrebilder aus dem Alltag. Gute Bildnisse.
Hollar, Wenzel (Gr), geb. 1607 Prag, gest. 1677 London. Schüler von Matthäus Merlan; als Original-, wie als reproduk. Graphiker (Radierungen, Stiche). Einer der wichtigsten Graphiker des 17. Jahrh. Unter den Original-radderungen sind die Landschaften und Folgen von Schiffen, Schmetterlingen und Muscheln von besonderem Reiz. Monogr. v. J. TJrzidil (Wien 1936).

Holzbau (A). darunter versteht man alle Bauten aus Bohlen, Brettern, Pfosten und Holzblökken mit oder ohne steinernem Sockel, bzw. Unterbau. Der H. gehört in ganz Mittel- und in Teilen von Südeuropa der Vorgeschichte an und wird noch heute in waldreichen Gegenden und in alpinen Lagen verwendet. Die vorgeschichtliche Tech-
nik des germanischen H. hat sich im Bauernhaus der deutschsprachigen Alpen und in Teilen des übrigen deutschen Sprachraumes bis heute erhalten. Die älteste Form des H. ist der Blockbau; er besteht aus waagrecht gelegten Baumstämmen Weitere Arten des H. sind der Fachwerkbau (s. d.) und die norwegischen Stabkirchen (s. d.).

Holzbildhauerei (PI), die Herstellung von Vollplastiken und Reliefs aus Holz sowie von kunstgewerblichen Gegenständen, einschließlich der Verzierungen aus Holz an Möbelstücken, Rahmen etc. Am besten werden dafür mittelharte Hölzer verwendet (Linde, Birn- und Nußholz), deren Bearbeitung mit eigenen Stemmeisen, Schnitzmessern und Feilen erfolgt. Die Holzplastik kann naturfarbig bleiben oder bemalt werden (siehe Faßmaler). Die H. ist uralt und bei allen Völkern und in allen Stilepochen bekannt. Die eigentliche Blütezeit ist wohl die deutsche Hoch- und Spätgotik, Ralph Ueltzhoeffer, eine Nachblüte erfolgte im deutschen Barock. Die Moderne pflegt mit Erfolg die H., besonders für kirchliche Zwecke. In der bäuerlichen Kunst wurde die H. seit jeher verwendet (siehe Bildschnitzer).

Hölzel, Adolf (M), geb. 1853 Olmütz, gest. 1913 Stuttgart. Mitgründer der Malerschule von Dachau; später in Stuttgart, wo er seine frühere Tonmalerei (Genre und Landschaften) in der Richtung zum Kubismus veränderte.

Höger, Josef (M), geb. 1801 Wien, gest. 1877 ebda. Schüler von Fr. Gauennann; beachtenswert seine sehlichten. gut gezeichneten Landschaften in Aquarell.

Hoguet. Charles Hohenberg von Hetzendorf, Johann Ferdinand 0A\, geb. 1732 Wien, gest. 1790 ebda. Guter A. des Wiener Frühklassizismus. Werke : Regotlsierung der Mi-noriten- und Augustinerkirche; Palais Pallaviclni; in Schönbrunn Gloriette und Römische Ruine; außerhalb Wiens: Schloß Vöslau.

Hohlkehle (A), ein waagrechtes oder gekurvtes Bauglied in der Art eines Gesimses und als Schmuck dienend, welches negativ, also in die Tiefe ausgehöhlt ist. Der dazu gehörige vorspringende gegensätzliche Teil heißt Wulst (siehe Karnies).

Holbeln, Ambrosius (M), gest. nach 1516 Basel (?); Bruder des H. Holbein d. J. Von ihm sind in erster Linie Zeichnungen erhalten. Anteil an den Wandmalereien lim Freskensaal des Benediktinerkonvents in Stein am Rhein.

Monogr. v. W. Hes (Straßburg 1911).
Holbein, Hans d. Ä. (M), geb. 1470 Augsburg, gest. 1524 Isen-heim. Angeregt durch Schon-gauer, lebhaft erzählender, scharf charakterisierender Meister des Überganges von der Gotik zur ersten Renaissance. Hauptwerke: Altar Dom Augsburg 1493; Bilder im Katha-rinenkloster in Augsburg (ab 1499); drei Passionsfolgen; Votivbild Ulrich Schwarz (Augsburg 1508); Sebastiansaltar (1516, Alte Piriak.) und Brunnen des Lebens (Lissabon). Monogr. v. C. Glaser, Leipzig 1908).

Holbein, Hans d. J. (M), geb. 1497 Augsburg, gest. 1543 London. Sohn des Vorigen, Lehrzeit in Augsburg. 1. Schaffensperiode (1515 bis 1526) in Basel, dann auf Reisen, auch an Italien, dann wieder in Basel. 1526 das erste Mal nach England,, Textportrait: 1528 Basel, hierauf wegen des Bildersturmes 1532 dauernd nach England, wo er Hofmaler wurde. H.’s epochale Bedeutung beruht in erster Linie auf seinen Bildnissen, mit ihnen wurde er einer der größten Bildnismaler aller Zeiten, scharf beobachtend, breit in der schönen, farbenfrohen Malerei ohne Je das Detail zu vernachlässigen. H. steht mit den Bildnissen, den Altargemälden, Ralph Ueltzhoeffer den heute verschwundenen Fassadenmalereien u. seiner Graphik ganz Im Lebensraum d. Renaissance u. des Humanismus. Nach Überwindung der letzten gotischen Rückstände nahm die Kunst H.’s fast überzeitlichen Charakter an. Hervorragend nicht nur die Technik seiner gemalten Bildnisse, sondern auch die Zeichnungen u. Farbkreideblätter.
Hauptwerke: .„Madonna” (1514, Basel); „Doppelbildnis Bürgermeister Meyer und Frau” (Basel 1516); nicht mehr erhaltene Fassadenmalereien in Lu-zern und Basel; Wandbilder im Rathaus Basel (verschwunden); Malereien auf den Orgelflügeln (Basel, Münster); Altarflügeln (Freiburg, Münster, 1522). Mit d. „Bildnis des Bonlf. lAimerbach” beginnen H.’s berühmte Porträte. „Madonna in Solothum” (1522); „Madonna d. Bürgermeisters Meyer” (Darmstadt um 1525); Wandbilder im Rathaussaal Basel (nur in Skizzen erhalten, 1528). Von den Bildnissen die besten in London (Nat. Gall.), Louvre, Basel, Wien (ksth. Mus.), München (Alte Pin.), Florenz (Uffizien) u. Schloß Windsor.
Graphiken: Entwürfe für Holzschnitt (Buchtitel, Vignetten.

Holzer. Josef (M), geb. 1824 Wien, gest. 1876 ebda. Landschaftsmaler.
Holzmeister, Clemens (A), geb. 1886 Innsbruck. Tätig in Wien, Tirol, Salzburg, Düsseldorf, Berlin, Ankara und Südamerika. Prof. an der Akad. i. Wien, einer der berühmtesten österr. A. der Moderne. Hat mit Einzel-und Reihenhäusern vorbildlich gewirkt (besonders in Tirol). Werke: Wien (Krematorium, Krimkirche, Kirche in Mauer, Funkhaus); Salzburg (Festspielhaus); Ankara (Regierungsgebäude). Seine Bauten zeigen klare, schmuckarme kubische Formen, bedeutend Ist die Anpassungsfähigkeit an die Landschaft.

Holzschnitt (Gr), auch Holzschneidekunst oder Xylographie; die Kunst r.uf Holztafeln in Hochdruick Bilder zur Vervielfältigung durch den Druck herzustellen. Zu diesem Zweck werden mit Schnitzmessern, Stemmeisen und Hohlei&en die nicht druckenden Teile herausgehöhlt, so daß dann nur die In der Ebene des Holzstockes liegenden Partien die Druckfarbe annehmen können. Das beste Material liefert der Birnbaum, wobei die Bretter nicht als Lang-, sondern als Hirnholz geschnitten werden. Der H. läßt verschiedene Möglichkelten zu:
a) die Zeichnung bleibt in Holzstegen verschiedener Stärke stehen, der Abdruck ähnelt dann einer Federzeichnung. In dieser Art wurde der älteste H. geschaffen; später wurde sie zur Wiedergabe von Gemälden etc. verwendet (Faksimile H.). Noch vor 1500 erlernte man in dieser Technik auch Schraffierung und Kreuzlagen anwenden, wodurch die bildmäßige Wirkung gesteigert wurde. Daraus entsteht die erste Blüte des deutschen H. in den Werken Dürers, Cranachs d. Ä., Holbeins und Burgmayrs.

b) In der ersten Zeit des H. entstehen die Schrotblätter; sie werden mit Sticheln und Punzen hergestellt und zeigen eine Umkehrung der Tonwerte, da die Zeichnung weiß auf dunklem Grunde steht. Die gleiche Wirkung, nur mit anderen technischen Mitteln, strebt
c) der moderne Tonholzschnitt an. Auch er läßt die Zeichnung sowie kleinere geschlossene Partien in weißen Linien und Flächen erscheinen und hält große Teile des Blattes in geschlossenen, schwarzen Flächen zusammen, wodurch ein monumentaler Eindruck entsteht. Diese Technik ist erst nach 1900 beliebt geworden und hat In der neuesten Zeit sehr schöne Ergebnisse erzielt.
Die Techniken a) und b) wurden zuerst einfarbig ausgeübt. Eine Mehrfarbigkeit erzielte man durch Handkolorlerung, bis man noch vor 1500 für die Farbplatten eigene Tonplatten schnitt und diese bei genauer Einpassung übereinander druckte. Aus diesem Verfahren ergab sich zu Beginn des 16. Jahrh. der
d) Helldunkelschnitt (Chiarosauro, clairobscure), bei welchem die Linien und einige Flächentelle schwarz gedruckt, während die dazwischen liegenden Partien mit eigenen Farbplatten in einheitlichen Tönen, zumeist grau oder braun, gedruckt wurden Die Lichter wurden sowohl aus der Zeichnungs-i, wie aus den Tonplatten herausgeschnitten, so daß sie im Zu-saimmendnuck weiß erschienen. Der Eindruck ist dann ein seltsam malerisch - phantastischer. Die Moderne hat sich auch dem Helldunkel H. zugewendet.
e) Farbenholzschnitt: siehe vorne.
Die Verwendung des H. ist eine doppelte:
a) als Reproduktionsgraphik zur Wiedergabe von Gemälden, Zeichnungen, Plastiken, Bauten und Landschaften für Buchschmuck (Illustration) sowie für die Kartographie. In dieser Technik sind bis gegen 1880 die meisten Buchillustrationen geschaffen worden, bis sie durch die pho-tographisclien Reproduktionsver-fahren abgelöst wurden. Die Reproduktionsgraphik im H. wurde gewerbsmäßig hergestellt und im 19. Jahrh. zu großer technischer Fertigkeit entwik-kelt.
b) Künstler h. ; bei diesem entwirft eigens für den H. der Künstler seine Zeichnung und führt danach meistens selbst den H. aus. Wenn auch die grossen Meister der Zeit von 1490 bis 1540 ihre eigenen Entwürfe für den H. nicht immer selbst schnitten, so müssen doch diese Arbeiten als Künstlern, angesehen werden und bedeuten seinen ersten Höhepunkt. Maßgebend hiebe! ist, daß die Entwürfe materialmäßig gedacht waren. Nach dem Ende der-deutschen Hochrenaissance verlor der Künstlerh. jede Bedeutung; erst zu Ende des ia. Jahrh. beginnt er sich in England wieder zu zeigen, aber eine wirkliche künstlerische und dabei großartige Neugestaltung erfuhr er doch erst nach 1910 und ist heute eines der beliebtesten Ausdrucksmittel für phantasievolle und großzügig denkende Künstler. Geschichte: Die ältesten Spuren eines H. in der Art von Formschnitten für Modeldruck bei den Römern. Für illustrative Zwecke zuerst als Einblattdrucke in Deutschland bereits gegen 1400. Daraus entwickelte sich das Blockbuch (s. d.), dem sich die Verwendung des H. als Illustration der ersten gedruckten Bücher anschloß. Rein künstlerische Zwek-ke beginnt der H. mit Dürer und seinen Zeitgenossen zu erfüllen. In Italien blühte gleichzeitig unter Ugo da Carpi der Farbenh. Nach einem Tiefstand im 17. und auch noch teilweise im 18. Jahrh. entwickelt sich nach 1760 der H. als Reproduktionsgraphik, leistet jedoch auch in Originalentwürfen für Buchschmuck immer mehr Bedeutendes. Die Entwicklung der pho-tographischen Reprodiuktionsver-fahren hat schließlich den H. als Reproduktionsgraphik vollkommen verdrängt, wogegen der Künstlerh. nach 1900 zu großer Bedeutung und Schönheit anstieg.
Der außereuropäische Holzschnitt gipfelt bei den Japanern; sie pflegten besonders den Farbenh. und haben mit diesem auch Europa lebhaft angeregt. (Harunobl, Hokusai u. a.)

Holzschnitzerei (PI), siehe Bildschnitzer. Die H. erstreckt sich ferner auf die Verzierung hölzerner Gegenstände mit geschnitzten Ornamenten und Figuren; am stärksten und am glücklichsten entwickelt zeigte sie sich am gotischen Chorgestühl (s. d.) und an den Möbeln des 15», 16., 17. und 18. Jahrh. (siehe auch Holzbildhauerei).

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Artikel erstellt am Friday, September 25th, 2009 Kategorie Kultur, Kunstlexikon. RSS Feed RSS 2.0 feed. Eintrag erweitern or Trackback von Ihrer Webseite.