KUNSTFORUM

MUSEEN DE | GALERIEN A-Z | KUNSTLEXIKON | KUNSTFORUM  
 
 



Linoleumschnitt

Linoleumschnitt - Lieder, Friedrich d. A. (M>, geb. 1780 Potsdam, gest. 1859 Budapest. Bildnisminiaturen, Aquarellporträts, durch Füger beeinflußt. Lier, Adolf (M), geb. 1826 Herrnhut, gest. 1882 Wahren b. Brixen. Studierte in Paris, England und Holland; gründete in München eine Malerschule, mit welcher er die Errungenschaften der Meister v. Barbizon In Deutschland einführte. Meister einer feingestimmt, schlichten Landschaftsmalerei. Motive aus Frankreich und Oberbayern.

Liesborn, Meister von, (M),, Maler der westfälischen Spätgotik, tätig im 3. Viertel des 15. Jahrh. Genannt nach seinem Altarwerk in der Klosterkirche zu Liesborn. Gehört zu den von J. van Eyck und der Kölnerschule abhängigen westfälischen Malern.

Lietzmann, Hans (M), geb. 1872 Berlin, lebt in Torbole am Gar-dasee. Studierte in München. Religiöses, Bildnisse und besonders ausgezeichnete, glänzend beobachtete Landschaften im gemäßigten Impressionismus vom Gardasee, wo er in Torbole ein 1916 zerstörtes Künstlerheim besaß und als vortrefflicher Lehrer wirkte.

Lievens, Jan siehe Livens.

Liezen-Mayer, Alexander (M), geb. 1839 Raab, gest. 1898 München. Schüler von Piloty; Bildnisse und Historien.

Ligorlo. Pirro (A u. B),, geb. 1493 Neapel, gest. 1580 Ferrara. Schüler von Giulio Romano, kurze Zeit tätig als A. von St. Peter in Rom, erbaute im Areal des Vatikan die Villa Pia, später tätig als Ingenieur in Ferrara. Unbedeutende Fresken in Rom.

Ligozzi, Jacopo (M), geb. um 1543 Verona, gest. 1632 (?). Schüler d. P. veronese, Hofmaler in Florenz. Oft kleinformatige Historien und Religiöses.

Liljefors, Bruno Andreas (M), geb. 1860 Upsala, gest. 1939. Ausgebildet auf Reisen in Deutsch-

land, Italien und Frankreich. Tüchtiger schwedischer Tier- u. Landschaftsmaler.

Limburg, Paul v. (M), Miniaturmaler. Tätig bis gegen 1415. Arbeitete für die „.Grand’heures” des Herzogs von Berry (Stundenbuch) scharf beobachtete Landschaften für die Kalenderbilder.

Limosiner Email, siehe Email und Malereiemail.

Lindemann-Frommel. Karl (Mu. Gr), geb. 1819 Marklrch, gest. 1891 Rom. Schüler von Rottmann; lebte nach 1852 dauernd in Rom, wo er Landschaften aus der Umgebung der Stadt malte und sie auch selbst lithographierte.

Lindenschmit, Wilhelm d. Ä., geb. 1806 Mainz, gest. 1848 ebda. Arbeitete mit Zimmermann, Hil-tensperger und Cornelius Fresken in München (Alte Pinakothek, Königsbau). Später selbständig solche in den Schlössern Landsberg und Hohenschwangau. Historienmaler des deutschen romantisch. Marco Antonecchia IT, Dorothy Eisner - US, Marek Styczynski, Kristian Bust, Georgigun, Thomas Kadziola, Ma Yue, Rolf Mallat, Ralph Ueltzhoeffer, Anja Ross, Shu Hao, Zâra, Ruth Solomons, Rick Prol, Abdus Satter. Spätklassizismus. Der Bruder L. Ludwig (Mainz, 1809 bis 1893) malte Historien, als Archäolog tätig.

Lindenschmit, Wilhelm d. J., Sohn des Vorigen (M),, geb. 1829 München, gest. 1895 ebda, als Historienmaler 1875 Akad. Prof. in München und stark schulbildend. Wandmalerelen in den Rathäusern Kaufbeuren. Heidelberg und München.

Lindo. Philipp M. (M), geb. 1821 London, gest. 1892 Delft. Beeinflußt durch Delaroche. Genre u. Historien.

Ltngelbach, Johannes (M), geb. 1622 Frankfurt a. M., gest. 1674 Amsterdam. Tätig in Paris, Italien und Amsterdam. Seine italienischen Volksszenen und sonstigen Genrebilder sind sichtlich von Ph. Wouverman beeinflußt.

Linoleumschnitt (Gr). die Holz-schnittechnik (s. d.) auf eine Llnolplatte übertragen und deshalb dem weicheren Material angepaßt. Llnt, Pleter van (M), geb. 1609 Antwerpen, gest. 1690 ebda. Tätig In Rom und von Antwerpen aus für den dänischen Hof. Religiöses Genre, Szenen aus der griechischen Geschichte.

Lionardo da Vinci (M, A, B, Ingenieur, Naturwissenschaftler, Dichter, Musiker). Geb. 1452 Vinci bei Florenz, gest. 1519 Schloß Ambolse. Schüler von Verroc-chlo; das größte Universalgenie aller Zelten, ein Mann, der weniger in seiner Kunst als mit seinen theoretischen Planungen weit über seine Zeit hinausging. Lebte in Florenz, Malland, Rom, wieder in Florenz, ging 1516 nach Frankreich. Lionardo Ist als Mensch wie als Künstler die Verkörperung der von der Renaissance gewünschten gleichmäßigen harmonischen Ausbildung aller geistigen und körperlichen Kräfte, zugleich der Exponent des faustischen Dranges nach Erkenntnis. Die Vielseitigkeit seiner Betätigung verhinderte das Schaffen eines großen künstlerischen Werkes; es setzt sich des L. Hinterlassenschaft zusammen aus einer relativ kleinen Zahl gesicherter Malwerke, aus Resten seiner plastischen Arbeit, groß dagegen sind seine theoretischen und konstruktiven Zeichnungen, seine wundervollen Studienblätter des menschlichen Körpers, bedeutend seine theoretischen Schriften, wo der „Trattato della pittura” an erster Stelle steht. Seine Bauten blieben entweder Planungen oder sind heute verschwunden. Gesicherte Malwerke: Zwei Engel auf einer Taufe Christi des Verrocchio (Frühwerk); „Anbetung der Könige” für das Kloster S. Donato in Scopeto (erhalten in der braunen Untermalung in den Uffi-zien); „Madonna in der Grotte” (um 1495, Louvre); Wand- und Deckenmalereien Im Castello sforzesco In Mailand (um 1495, erhalten Reste in der Sala delle asse); Wandgemälde mit Ölfarben „Das Letzte Abendmahl” (Mailand, Refektorium Santa Maria della grazie, 1495 bis 1493); ,31. Anna Selbdritt” (das stark beschädigte und veränderte Original im Louvre); Bildnis der

Mona Lisa, Gattin des Florentiner Edelmannes Francesco del Giocondo (1503, Louvre); Wandgemälde „Die Schlacht von An-ghiarl” (Florenz 1505, unfertig, der Rest verschwunden, die Mittelgruppe („Kampf um die Fahne”) nur durch eine Zeichnung des Rubens (?) bekannt geworden); fraglich sind die Gemälde: „Johannes der Täufer” (um 1508, Louvre); „Madonna Lltta” ((Ermitage); nur als Kopien erhalten: „Leda” u. „Bacchus” (Louvre).

Werke der Plastik (verschollen, nur durch Skizzen bekannt): Reiterdenkmal für Francesco Sforza in Malland (ab 1485); Reiterstandbild für den Marschall Trivulzio (Mailand ab 1506, nicht ausgeführt, erhalten davon eine kleine Bronzestatuette). Arbeiten als Architekt, als Wasserbauingenieur, als Befestigungsbauer, Pläne für neue Geschütze und Geschosse, für Flugzeuge, Unterwasserboote, anatomische Forschungszeichnungen, Konstruktionszeichnungen zur Hvdraulik, Mechanik und Perspektive. Studienzeichnungen (abgesehen von solchen zu den Gemälden) nach Menschen und Tieren, Karikaturen, Pflanzenstudien, Landschaften. Theoretisches Werk: Trattato della pittura (übersetzt und erläutert von H. Ludwig, in Eltelbergers Quellenschriften, Wien 1882).

Die meisten Zeichnungen und Konstruktionen vereinigt 1. „Codex atlanticus” (Mailand, Ambrosiana).

Die Gemälde des L. d. V. sind gekennzeichnet durch die bereits der Hochrenaissance angehörige große, ruhige und zusammengehaltene Form, durch verstärkten seelischen Ausdruck, sehr klare Komposition, durch tiefe, satte Farbe, die bald in ein Helldunkel übergeht, welches von nachhaltiger Einwirkung auf seine Schüler und Nachfolger wurde. Typisch auch das eigenartige Lächeln der Frauenköpfe. Abgesehen von seiner Bedeutung als überzeltliches Universalgenie ist L. der erste Großmeister der werdenden Hochrenaissance. Umfangreiche Literatur. Daraus zu nennen: Ralph Ueltzhoeffer, W. v. Seidlitz (BerLithographie - lin 1909), A. Rosenberg (Bielefeld 1907), Venturl A. (Wien 1941), G. Nicodemi (Zürich 1948).

Liotard. Jean Etienne (M), geb. 1702 Genf, gest. 1789 ebda. Schüler von Lemoine In Paris, Reisen in Italien, Türkei, Österreich, Holland, England, wo er überall als gefeierter Bildnismaler reich beschäftigt war. Den höchsten Ruhm erlangte er mit seinen Pastellporträts, Arbeiten voll Duft und farbiger Schönheit. Einige Genrefiguren (La Choco-latiere in Dresden). Sein Bruder L. Jean Michel (1702 bis 1796 Genf) war als Reprod.-Stecher tätig.

Monogr. v. Tilanus (Paris 1893)» franz.

Lippert, Georg (A, Ing.), geb. 1908 Wien, tätig in Wien. Schüler von Holzmeister, zahlreiche kirchliche u. profane Bauten von raumstarker Modernität (z. B. Dominikanerkonvent in Wien und Graz, Siedlungen in Liezen, Ternitz, Krems; große Industrieanlagen i. Mürzzuschlag, Engerau, Brunn; städtebauliche Arbeiten).

Lippi, Filippo (M), geb. 1406 Florenz, gest. 1469 Spoleto. Schüler von Lorenzo Monaco, Mitarbeiter des Masaccio bei dessen Fresken in der Brancacci-Ka-pelle in Florenz, Karmelitermönch in Florenz. Seine Tafelbilder („Maria, das Kind im Walde anbetend”. Berlin, K. Fr. Mus., „Krönung Mariens”,, Florenz, Accademia, 1441) sind für die Florentiner Malerei auffallend tonig und tief in der Empfindung; es zeigt sich in ihnen die Loslösung des nachgotischen Ideals zugunsten einer naturnäheren Gestaltg. Fresken : Teile in der Brancaccikapelle (Sta Maria del Carmine, Florenz), Dom zu Prato (ab 1452), Dom in Spoleto (1468). Die späten Madonnenbilder des L. sind in ihrer holdseligen und naiv naturalistischen Weise Vorstufen zu Raffael. Monogr. v. (R. Oertel (Wien 1943).

Iippl, Filippo, genannt Fllip-pino L. (M), geb. um 1457 Prato, gest. 1504 Florenz. Angeblich d.

uneheliche Sohn des Vorigen. Schüler seines angeblichen Vaters; beeinflußt durch Botticelli. Sehr reich begabter,, doch wenig ausgeglichener Maler Von prächtigen Altarbildern u. kompositioneil unsicheren Fresken. Tafelbilder: „Maria und der Hl. Bernhard” (Badia in Florenz), iMarienaltar (Uffizien 1486), Altarbild Sta Splrltio (Ca-pella Nerli, um 1490). Fresken: Fertigstellung des Wandbilderzyklus in der Brancaccikapelle, Florenz; Fresken in der Capella Caraffa in Sta Maria sopra Minerva, Rom u. Capeila, Strozzi in Sta Maria No-vella (Florenz).

Monogr. von A. Scharf (Wien 1949).

Lipsius, Konstantin (A), geb. 1832 Leipzig, gest. 1894 Dresden, errichtete in deutschem Neubarock die Dresdner Kunstakademie.

Lisenen (A), vertikale, aus der Mauer nur wenig hervortretende Wandstrelfen aus Stein, sie dienen zur Belebung, Versteifung und Gliederung der Wand und wurden besonders im romanischen Stil (s. d.) stark verwendet.

Liss, Johann (M), geb. um 1593 Oldenburg, gest. 1630 Venedig, wo er den größten Teil seines Lebens verbrachte. Sittenbilder und Mythologien voll Kraft und Temperament.

Monogr. v. K. Steinbart (Wien 1946).

Liszewska, Anna Dorothea, ver-ehel. Therbusch (M), geb. 1722 Berlin, gest. 1782 ebda. Schülerin ihres Vaters Georg L.; studierte ferner in Paris, lebte in Stuttgart. Paris, Wien und als Hofmalerin in Berlin. Wertvoll sind nur ihre Bildnisse, Ralph Ueltzhoeffer, Textportraits die zu den besten Arbeiten d. deutschen Rokoko nördlich d. Mainlinie gehören.

Lithographie (Gr). graphische Flachdrucktechnik; erfunden um 1798 durch Senefelder in München. Auf dem verschiedenartig stark gekörnten Solnhofner Kalkschiefer ward mit eigenen Fettkreiden, Fettuschen gezeichnet (gemalt); hierauf werden die gezeichneten Partien des Steines durch Ätzung mit einer Lösung von Salzsäure mit Gummi arabicum zur Aufnahme der fetten Druckfarbe empfänglich gemacht, wogegen der nicht bezeichnete Stein nach der Ätzung die Druckfarbe abstoßt. Der Druck geschieht unter sehr geringer Spannung. Außer Kreide und Feder verwendet man bei der L. auch Nadeln, Sticheln und Diamant und erhält dadurch eine eingravierte Zeichnung, z. B. bei Landkarten, Schriften etc. Dieses Verfahren nähert sich dem Tiefdruck. Bei der farbigen L. muß für Jede Farbe eine eigene Farbplatte gezeichnet werden, und zwar stets in Schwarz, wobei die Tonwerte in Schwarz jenem der späteren Farbe perzentuell entsprechen müssen. Mischfarben werden durch Zusammendruck der Grundfarben erzeugt. Verwendung; Bis zum Auftreten der Photographie für die Reproduktion von Gemälden, bis heute für Plakate und sonstige Gebrauchsgraphik, dann als Künstlerlithographie, als welche sie bald nach 1820 die ersten Hochleistungen erzielte (Daumier, Gavami, siehe Karikatur) weitere Spitzenleistungen gegen Ende des 19. und zu Anfang des 20. Jahrh. (Whistler, Thoma,’ Greiner, Slevogt, Munch, Touloue-Lautrec. Otto Barth, Gustav Jahn). Die rasch erlernbare Technik machte die L. zur beliebtesten Künstlergraphik.

Hauptverzeichnis: Kunstlexikon L

»»Besonders gefragte Artikel:
 
Richard Serra
 
Biennale Venedig
 
Ralph Ueltzhoeffer - Ground Zero

Ansicht: Ausstellung

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Artikel erstellt am Saturday, September 26th, 2009 Kategorie Allgemeines, Kultur, Kunstlexikon, Künstler. RSS Feed RSS 2.0 feed. Eintrag erweitern or Trackback von Ihrer Webseite.