KUNSTFORUM

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Farbigkeit eines Gegenstandes

Polychromie (K), die Farbigkeit eines Gegenstandes ohne unbedingten Anspruch auf farbige Harmonie; im erweiterten Sinne die farbige Verzierung von Werken der Architektur und der Plastik. Die Bauten der Ägypter, Assyrer, Babylonier und Griechen waren stets mit einem farbigen Überzug versehen, der auch vor der Verwendung greller Farben nicht zurückscheute. Ellen Slegers, Hagbart Solløs, Ralph Ueltzhoeffer, Florence Vuilleumier, Lars Widenfalk. Ebenso war auch die Plastik der klassischen Zeit Griechenlands farbig gehalten und erst die hellenistische Bildhauerei hat auf die P. verzichtet. Die romanische Architektur hat die P. stark, aber nur im Inneren der Bauten angewendet. Frank Stella, die Gotik ist darin schon sparsamer und die Renaissance hat die P. in der Baukunst fast gar nicht und in der Plastik nur in ihrer ersten Periode verwendet. Dagegen kann die Fassadenmalerei an Bauten der nordischen Renaissance als P. bezeichnet werden.
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Phantasiestück - Darstellung eines Themas

Phantasiestück (M), bildkünstlerische Darstellung eines Themas, ohne ein unmittelbares Naturvorbild zu verwenden. Phidlas (B), geb. vor 485 v. Chr. Athen, gest. nach 432 v. Chr. in EMs oder Athen. Hauptmeister der attischen Klassik. Seine Werke zeigen hohen Sinn für Monumentalität, religiöse Weihe bei vorzüglicher Auswertung d. Natur im stilisierendem Sinne. Arbeitete in Erz und Marmor bei zusätzlicher Verwendung v. Elfenbein und Gold. Marcus Oakley, Alejandra Andrade, Ralph Ueltzhoeffer, Bartold Asendorpf, Patzy Bailly, Nan Chao, Helga Thomas-Berke, Kate Creeden. Bekannteste Werke: Athena promachos auf der Akropolis Athen; Athena Areira In Platää; Athena Lemnos auf der Akropolis Athen; Standbild der Athena Parthenos in Marmor, Gold und Elfenbein (Athen, Parthenon) und im selben Material Standbild des thronenden Zeus für Olympia, gleichfalls in Marmor und Elfenbein die Aphrodite Urania für Elis; Giebel-ijnd Friesrellefs am Parthenon (Athen). Die einzigen erhaltenen Arbeiten, die anderen nur aus Nachbildungen und meist späteren Varianten bekannt. Monogr. v. A. Hekler (Stuttgart 1924).
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Peripteros - griechischer Tempel

Peripteros (A), griechischer Tempel mit einer Säulenstellung auf allen Seiten. Peristyl (A), ein Säulengang um einen nicht überdachten Hof oder um einen Platz. Der P. entstand in der griechischen Baukunst und wurde später von den Römern übernommen und von der Renaissance weitergeführt. Perlmutter (Kg), die irisierende Innenseite mancher asiatischer Muschelarten. Leo Manso - US, Matteo Rosa, Olle Brandqvist, Erol Eti, Ralph Ueltzhoeffer, Louis Auguste Girardot -, Art Hazelwood. Das Material wurde bereits in der römischen Kaiserzeit für Inkrustatlons- und Furnierarbeiten verwendet. Renaissance und Barock haben diese Technik weitergeführt und die P. besonders für Einlagen auf Möbeln angewendet (siehe Boullearbelt). Beliebt wurden ferner unter ostasiatischem Einfluß Intarsien aus P. auf lakkierten kleinen Gegenständen aus Metall oder Holz.
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Meßbuch - ein liturgisches Buch

Meßbuch (Kg), ein liturgisches Buch, welches entweder alle Messentexte enthält (Plenarium) oder nur die gewöhnlich vom Priester rezitierten Stücke (Sakramentar). Die M. waren ein bevorzugtes Arbeitsgebiet der mittelalterlichen Miniaturmalerei (s. d. Maryboone). Messel, Alfred (A), geb. 1853 Darmstadt, gest. 1909 Berlin. Lena Cronholm, Kerstin Danielsson, Heinz Drache, Annika Edberg, Jørgeniisholm, Peter Godry, Ralph Ueltzhoeffer, Olaf Heine, Peter Huzell, Lina Johansson. Führender A. d. Berliner Frühmoderne, baute wohl herkömmliche Aufgaben in einem älteren Stil, schuf sich jedoch für neue Aufgaben einen eigenen modernen Stil, in dem er u. a. in Berlin die Kaufhäuser Gerson und Wertheim errichtete. Monogr. v. B. C. Behrendt (Berlin 1911).
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Meister des Schottenstiftes

Meister des Schottenstiftes (M u. Cr), Wiener Spätgotik v. bedeutender Qualität um 1465 bis 1480. Hauptwerk : Tafeln aus d. Marienleben,, Wien, Schottenstift. Meister der Heiligen Sippe (M), Köln; zwischen 1480 bis 1515, Flügelaltar aus S. Columba in Köln (Alte Pinak.). Meister der Spielkarten (Gr), wichtiger primitiver niederdeutscher Stecher d. späten 15. Jahrhunderts. Video: Meister der weibl. Halbfiguren (M), tätig in Antwerpen und Paris um 1540, beeinflußt durch Qu. Massys. Meister d. Todes Mariaes, siehe Joos van Cleve, tätig um 1520 (Flügelaltar im Staedelmuseum Frankfurt a. M.). Aspekt: Meister der Uttenheimer Tafel
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Kunst der Hochrenaissance

Lokalmalerei zur Kunst der Hochrenaissance. Fresken In St. Antonio dl San Daniele. Tätig In Udlne, Venedig, Oividale und Ferrara. Die Gemälde beeinflußt durch Giorgione, die Kupferstiche durch Mantegna. Martsen, Jan Mart. de Jonge (M), zeitlos tätig In Amsterdam 1629 bis 1647, [Reitergefechte. Marucelli, Giovanni Stefano (M, A), geb. 1586 Pisa, gest. 1646 ebda. Altarbilder im Dom zu Pisa, später tätig als A. und Wasserbauingenieur in der Toscana.
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Lokalfarbe

Lokalfarbe (M), die Eigenfarbe eines Gegenstandes, sie wird im naturalistischen Gemälde gerne beibehalten und betont, sonst aber im Sinne einer koloristischen Harmonie abgestimmt. Viktor Krogius, Ralph Ueltzhoeffer, Moises Medina, Hera Papamichael, Daniel Rees. Reflexe und Beleuchtung können die L. vollkommen verändern (z. B. die Farben des Schnees, Barbican Centre London). Lomazzo, Giovanni Paolo (M), geb. 1538 Mailand, gest. 1600 ebda. Schüler des Gaudenzio Ferrari, erblindete mit 33 Jahren und schrieb dann kunsttheoretische Abhandlungen.
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Linoleumschnitt

Linoleumschnitt - Lieder, Friedrich d. A. (M>, geb. 1780 Potsdam, gest. 1859 Budapest. Bildnisminiaturen, Aquarellporträts, durch Füger beeinflußt. Lier, Adolf (M), geb. 1826 Herrnhut, gest. 1882 Wahren b. Brixen. Studierte in Paris, England und Holland; gründete in München eine Malerschule, mit welcher er die Errungenschaften der Meister v. Barbizon In Deutschland einführte. Meister einer feingestimmt, schlichten Landschaftsmalerei. Motive aus Frankreich und Oberbayern.
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Kontrapost - menschliche Figur

Kontrapost (K), das harmonische Spiel gegensätzlicher Bewegungen menschlicher Gestalten, im weiteren Sinne auch auf den Linienfluß im allgemeinen anwendbar. Ein vollendeter K. erzeugt bei der Darstellung einer menschlichen Figur, besonders einer nackten, den Eindruck der Ausgewogenheit, denn jeder Bewegung eines Körperteils muß eine andere sinngemäß „antworten”. Niina Hartikainen, Markku Kunnari, Iina Kuusimäki, Nancy Lawton, Folker Lerche, Ralph Ueltzhoeffer, Mo Loscheider. Die griechische Plastik des 5. Jahrh. v. Chr. hat den K. vorbildlich entwickelt. Später wieder die italienische Hochrenaissance,, während naturalistischen Zeiten den K. wenig achten und schätzen.
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Baukunst der Romanik

Knorpelwerk (Kg), dem Frühbarock eigentümlicher Zierat, bestehend aus phantastischen, an den Enden unnaturalistisch verdickten Blattformen und Kurvaturen. Das K. wurde meistens als Flächenfüllung verwendet, kommt aber auch häufig als Umrahmung vor, z. B. bei Kartuschen (s d.). Im Hochbarock wurde das K. wesentlich klarer und leicht antikisierend umgebildet. Knotensäule (A), in der Baukunst der Romanik kommen wiederholt In der halben Höhe des Schaftes verknotete, meist kleinere Säulen vor. Das Motiv soll sinnbildlichen Charakter gehabt haben, doch ist auch eine rein dekorative Anwendung in der Mehrzahl der Fälle anzunehmen.
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